Sonntag, 31. August 2008

Neue Laufräder- kurz mal umgeschraubt

Gestern hat Dörte versucht, die neuen Mäntel aufzuziehen. Das war so ein Desaster, dass sie sich ganz spontan neue Laufräder gekauft hat. Okay, die waren auch im Angebot und richtig günstig und sie hat schon länger mit ihnen geliebäugelt. Aber blödsinnig find ich das trotzdem. Heute wollte Sie dann nur kurz die neuen Laufräder einbauen und dann eine Runde radeln gehen.
Vorne ging das super. Hinten hat sie dann die kleinen Rädchen von der Schaltung gesäubert, die hatten das echt nötig. Dann wusste sie nicht mehr, wie sie die richtig wieder anbauen sollte. Hat sie bestimmt 5mal an- und abgeschraubt bis es gut aussah.
Dann hat sie sich neue Clickpedale dran gebaut und dabei die Finger am Kettenblatt blutig gehauen, weil die alten Pedale sich schon hervorragend mit der Kurbel vereinigt hatten. Aber es hat trotzdem, nach großem Kampf, geklappt. Als sie dann die Cleats auf ihren neuen Schuhen befestigt hat, hat sie gemerkt, dass der eine Schuh Größe 40 und der andere Größe 38 ist. Hat die Verkäuferin die falschen Schuhe eingepackt. Also hat sie die Cleats wieder fein säuberlich abgeschraubt.
Dann hat sie am Hinterrad den Mantel aufgezogen. Ungefähr sechsmal. Immer sofort platt. die Dörte verlor ihre gute Laune. Der Ersatzschlauch hatte leider ein zu kurzes Ventil für die Hinterradfelge. Trotzdem hat sie ihn dreimal aufgezogen, in der Hoffnung, dass er vielleicht doch noch passt. Ging nicht, also flicken, flicken, flicken.
Irgendwann hab sie dann völlig frustriert das Hinterrad einfach so eingebaut, ohne Schlauch. Dabei hab sie festgestellt, dass die kleinen Rädchen doch nicht richtig sitzen... also zum xten Mal hier herumgeschraubt. Dann hat sie das Hinterrad laufen lassen. Lief super- aber machte gar keine Geräusche. Dörte verfiel sofort in Panik, dass man ihr die falschen Laufräder gegeben habe. Campagnolo ist normalerweise superlaut und Shimano ist leise. Hat sie jetzt Shimano, die falschen, die gar nicht passen???
Dörte war mit den Nerven am Ende und hat dann in Panik alle Leute angerufen, die sich mit Rädern auskennen und zeitgleich einen Aufruf ins Internet gesetzt. Natürlich war telefonisch niemand erreichbar... nach einer bangen Zeit erfolgte dann die Onlinenachricht, dass, wenn sie die Ritzel draufgesetzt bekommen habe, dann sei alles richtig. GottseiDank! Die Ritzel saßen problemlos.
Gegen abend, Dörte war immer noch am Flicken und Mantel aufziehen am Hinterrad, kam ihr Mitwohni nach Hause und stellte die These auf, dass die Schweißnaht in der Felge zu scharf sei. Eigentlich sind die Felgen extra ohne Felgenband zu benutzen... aber das scheint bei ihrer Version nicht möglich zu sein. Schade. Aber auf die 10g kommt es auch nicht an. Also hat sie ein Felgenband (grace á Deccathlon hat Dörte sowas zu Hause herumliegen) draufgezogen. Dann waren jedoch alle Flicken verbraucht. Also hat sich Dörte auf die Suche nach einem einem SchlauOmaten in Nürnberg gemacht. Den hat sie tatsächlich gefunden, das nötige Kleingeld in der Tanke um die Ecke gewechselt, Schlauch gezogen und wieder nach Haus. Da hatte sie ihn- den Schlauch, der letzte Schritt zum fertigen Rad.
Zu Hause angekommen hat die Dörte dann festgestellt, dass sie den falschen Schlauch gekauft hatte. Zu groß. Tja- die Dörte. Unglaublich.

Jetzt hat sie die Schnauze voll. Morgen, sagt sie, geht sie die Schuhe umtauschen und kauft sich eine Familienpackung Schläuche!!

Aber ob sie wirklich, wie geplant, Schaltung und Bremsen selbstständig tauschen sollte- da hab ich ein wenig Zweifel.

Freitag, 29. August 2008

Sonntag, 10. August 2008

Radeln nach Köln

Mein großer Plan. Mit Noah Cinelli zwei intensive Tage... von Mainz nach Koblenz, dort Steffi besuchen, die habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Koblenz anschauen und das Leben genießen. Dann weiter nach Kölle, dort Kevin und Peter besuchen und bei Timo und Daniel auf die Party gehen...

und dann:

die Bahnhofstreppe in Mainz, rechts das Rad, links den Seesack und unter den Armen noch ein Stück Pizza, rutschte ich vor großem Publikum ungraziös aus und knallte die Treppe runter.
Der linke Fuß und das linke Knie taten direkt weh und... mein RAD war PLATT!!

Ich hab dann erstmal auf den Schock die Pizza gegessen, habe einen Radladen gesucht und gefunden. Und habe problemfrei ganz allein das Rad repariert!! Bei den alten Laufräder war mir dies nie möglich...
Die Schmerzen ignorierend habe ich mich dann auf den Weg nach Koblenz gemacht. In Boppard bin ich übel unterzuckert, weil ich zu faul war, mein Essen aus dem Seesack herauszukramen. Als ich dann endlich in Koblenz war, hätte ich vor Schmerzen nur noch heulen können. Ohne manuelle Hilfe bin ich aus den Klick-Pedalen gar nicht mehr rausgekommen. Zuletzt half nur noch Schuhausziehen, da eine Außenrotation meines Fußes auch nicht mehr mit manueller Hilfe drin war.

Bei Steffi (Ärztin der Unfallchirurgie- besser konnte ich es gar nicht treffen!!) angekommen, habe ich erstmal die Kohlehydratspeicher und die C2H5OH-Lücke aufgefüllt.
Nach eingehender Untersuchung (hat gar nicht dolle weh getan -puh) ist sie dann doch mit mir ins Bundeswehrkrankenhaus gefahren, um mich zu verstrahlen.
Hat mir gefallen dort, schicke Männer in schicken Uniformen, das hat schon was *grins*-

Ich hab dann eine nette Manschette bekommen und 6 Wochen absolutes Sportverbot :(


Damit war die Radtour nach Köln schon wieder zu Ende.

Aber bis hierhin hat sie Spaß gemacht! Wenn nur diese doofe Treppe nicht gewesen wär!